Plätze. Dächer. Leute. Wege.

Musiktheater für ein utopisches Bielefeld.

Monat: März, 2015

Probenbeginn! 19. – 21. März

von Ivanka Kate

Dischpo schteht.

by kampeblog

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Los geht’s

by kampeblog

„Die Utopie hat zunächst die Funktion, das Gewicht des Realen oder dessen, was sich als real präsentiert, aufzuheben.“ (Miguel Abensour)

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„Ich glaube, so große Städte wie Bielefeld sollten sich davor hüten, utopische Sichtweisen zu entwickeln, weil die ja zu sehr in Widerspruch geraten können zu der Wirklichkeit.“ Widerspruch zur Wirklichkeit? Genau jene Reibung, vor der ein Bielefelder Bürger warnt, ist es, die uns für PDLW interessiert. In unserem Projekt ging und geht es darum, mit künstlerischen Mitteln diese Spannung herzustellen und erfahrbar zu machen: uns selbst, Passanten, denen wir in unserer Recherche auf der Straße begegnet sind, Teilnehmern unserer Workshops im vergangenen September, den beteiligten Darstellern und Musikern der Produktion, zu der jetzt die Proben laufen und dem Publikum, das im April und Mai in die Vorstellung kommt. Ausgangspunkt unseres Projektes ist die Stadt Bielefeld. Unsere Recherche bestand in dem Versuch, an „utopische Potentiale“ in Bielefeld heranzukommen bzw. Bielefelder mit „utopischem Potential“ zu konfrontieren und hieraus Material für unser Stück zu generieren ­– auf Ebene des Textes, der fast ausschließlich auf gesammeltem Material basiert, auf Videoebene aber auch hinsichtlich der Bühne und teilweise der Musik ­– durch die ein Satz wie „Reden sie doch mal mit dem Oberbürgermeister!“ sich zu einer Gesangsnummer aufschwingen darf…

Spannende Projekte und Menschen sind uns begegnet und ein im Verhältnis zu anderen, gleich großen Städten überdurchschnittliches bürgerliches Engagement: Wir haben uns mit dem Integrationsrat getroffen, mit Schülern der Laborschule gesprochen, Sennestädter der ersten Stunde besucht oder uns von einer Städteplanerin Bielefeld erklären lassen.
Am Ende steht ein Musiktheaterabend, der kein konkret ausformulierter Utopie-Entwurf sein will, sondern ein Kaleidoskop unterschiedlicher Medien und Künste – und der mit dem Material spielt, das uns begegnet ist und uns von Bielefeldern geschenkt wurde. Durch den dokumentarischen Ansatz haben wir die Chance, Bekanntes, Alltägliches, Gefundenes umzudeuten – und für die Bielefelder Bürger einen „utopischen“ Raum zu erfinden bzw. zu finden! Dementsprechend haben wir einen Abend entwickelt, der auf dem Prinzip der Bewegung gründet, der im buchstäblichen Sinne das Publikum, aber auch das gesammelte Material in Bewegung hält: Drei Räume, drei Bühnen / eine Sängerin, ein Sänger, eine Schauspielerin, eine Tänzerin, vier Jugendliche, 7 Instrumentalisten und Gordon Kampe als Dirigent und Musiker werden diesen „utopischen Raum“ Raum in vier Vorstellungen bewohnen und gestalten – zusammen mit Bielefeldern und Bielefeldern…